Im Arbeitsalltag eines Installateurs, eines Planers von Wasserinstallationen oder eines Pumpenservicetechnikers taucht früher oder später dieselbe Frage auf: Wie viele Zoll sind DN? Die Frage scheint trivial, doch in der Praxis entscheidet die Antwort darüber, ob die bestellte Armatur an den Pumpenanschluss passt, ob die gekauften Fittings auf dem Stahlrohr dicht abschließen und ob die Flansche spannungsfrei aneinanderliegen. In unserem Unternehmen Dambat – Hersteller und Vertriebshändler der Pumpenmarken IBO und IPRO – beschäftigen wir uns täglich mit dem Thema Abmessungen und beraten Kunden sowohl bei kleinen Umwälzpumpen als auch bei großen Tiefbrunnenpumpen zur Versorgung industrieller Anlagen.
In diesem Ratgeber erklären wir, was die Bezeichnung DN bedeutet, wie sie sich vom Außen- und Innendurchmesser OD bzw. ID unterscheidet, warum ein im Handel als „Halbzollrohr“ bezeichnetes Rohr keineswegs innen 12,7 mm misst und wie sich Rohrdurchmesser zwischen den Systemen DN, Zoll, Millimetern sowie den Normen DIN, ISO und ASTM schnell umrechnen lassen. Wir zeigen außerdem, wo bei unseren Pumpen bestimmte Anschlussdurchmesser vorkommen und wie Sie unser firmeneigenes Tool – den Dambat-Rohrdurchmesserrechner – nutzen können, um kostspielige Fehler zu vermeiden.
Was bedeutet DN und warum ist es kein physisches Rohrmaß?
Das Symbol DN (Nennweite), also der Nenndurchmesser, ist eine vereinheitlichte, genormte Größenbezeichnung für Rohre, Formstücke, Flansche und Armaturen, die in europäischen und internationalen ISO- sowie EN-Normen verwendet wird. Wichtig ist, dass der Nenndurchmesser kein genaues Maß des Rohrs ist – weder sein Außen- noch sein Innendurchmesser. Er ist ein Referenzwert, dank dessen Planer, Installateure und Hersteller bei der Auswahl von Installationselementen dieselbe Sprache sprechen.
Am besten lässt sich dies anhand eines Beispiels veranschaulichen: Ein DN-50-Rohr hat keineswegs einen Innendurchmesser von 50 mm. Bei einem Stahlrohr nach der Norm EN 10220 beträgt der Außendurchmesser eines Rohrs für DN 50 60,3 mm, während der tatsächliche Innendurchmesser von der Wandstärke abhängt – bei einer typischen Rohrwandstärke von 2,9 mm entspricht die innere Querschnittsfläche einem Durchmesser von ca. 54,5 mm. Bei einem PE-63-Rohr (wobei 63 mm der Außendurchmesser OD sind) können sich die ungefähren Innendurchmesser dagegen je nach Druckstufe sogar um mehrere Millimeter unterscheiden. Deshalb ist der Nenndurchmesser eines Rohrs so wichtig – er hilft, Chaos bei der Bestellung von Komponenten zu vermeiden.
In hydraulischen Installationen dient DN als gemeinsamer Nenner. Unabhängig davon, ob es um Tiefbrunnenpumpen mit einem 1¼"-Anschluss oder um Oberflächenpumpen mit einem DN-32-Anschluss geht, vermerkt der Planer in der technischen Zeichnung einfach DN 32, und jeder Fachmann weiß, welche Komponenten zu bestellen sind. Dieser Mechanismus bewahrt täglich Tausende von Installationen vor Problemen, erfordert jedoch das Wissen, wie die Bezeichnungen zu lesen sind.
DN, OD, ID und Wandstärke – vier Maße, die man kennen muss
Um Rohrdurchmesser bewusst zu handhaben, sollte der Installateur vier grundlegende Begriffe verstehen:
- DN (Nennweite) – ein nominaler Wert in Millimetern, der die Nenngröße von Rohr und Armaturen beschreibt.
- Außendurchmesser (OD) – das reale, messbare Rohrmaß, gemessen an der Außenfläche. Dies ist ein entscheidender Parameter für die Auswahl von Klemmverbindern und Rohrschellen.
- Innendurchmesser (ID) – der Abstand zwischen den Innenwänden des Rohrs, der die Durchflusskapazität bestimmt. Die ID beeinflusst direkt die hydraulischen Widerstände und den Wasserfluss.
- Wandstärke – der Wert in Millimetern, von dem sowohl die Druckfestigkeit als auch der tatsächliche Innendurchmesser des Rohrs abhängen.
Der Zusammenhang ist einfach: ID = OD − 2 × Wandstärke. Deshalb haben zwei Rohre mit demselben Außendurchmesser, aber unterschiedlichen Wandstärken, unterschiedliche ID-Werte und damit unterschiedliche Durchflusskapazitäten. In der Praxis zeigt sich das häufig am Beispiel von PE-Rohren 32: Derselbe tatsächliche Außendurchmesser von 32 mm kann bei PN10 einer ID von 26 mm und bei PN16 einer ID von 23,2 mm entsprechen. Der mittlere Außendurchmesser bleibt dabei konstant, während der freie Rohrquerschnitt mit steigender Druckklasse abnimmt.
Der Außendurchmesser wird meist mit „d“ oder „OD“ bezeichnet und steht in Lieferantenkatalogen neben DN. Die Verwendung des Außendurchmessers als technisches Maß ist gut begründet – der Rohrdurchmesser wird in der Regel von außen mit einer Schieblehre gemessen, und die meisten Fittings, insbesondere Klemm- und Pressfittings, basieren genau auf dem tatsächlichen Außendurchmesser. Der tatsächliche Außendurchmesser kann geringfügig vom Tabellenwert abweichen (Fertigungstoleranzen, Ovalität des Rohrs). Bei kritischen Verbindungen, z. B. Schweißverbindungen, empfiehlt sich daher eine Messung an mehreren Stellen.
Rohrdurchmessertabelle – DN, Millimeter und Zoll
Die folgende Rohrdurchmessertabelle ist ein grundlegendes Hilfsmittel für jeden Installateur und Planer. Sie zeigt, wie der Nennweitenwert DN in Zoll (Imperialeinheiten) und den typischen Außendurchmesser von Stahlrohren gemäß europäischen Normen umgerechnet wird. Sie ist ein vollständiger Umrechner von DN in Zoll und zugleich von DN in Millimeter – alles an einem Ort.
| DN | Zoll | Typischer Außendurchmesser von Stahlrohren (mm) |
|---|---|---|
| DN 6 | 1/4" | 10,2 |
| DN 8 | 5/16" | 13,5 |
| DN 10 | 3/8" | 17,2 |
| DN 15 | 1/2 Zoll | 21,3 |
| DN 20 | 3/4 Zoll | 26,9 |
| DN 25 | 1 Zoll | 33,7 |
| DN 32 | 1 1/4 Zoll | 42,4 |
| DN 40 | 1 1/2 Zoll | 48,3 |
| DN 50 | 2 Zoll | 60,3 |
| DN 65 | 2 1/2 Zoll | 76,1 |
| DN 80 | 3 Zoll | 88,9 |
| DN 100 | 4 Zoll | 114,3 |
| DN 125 | 5 Zoll | 139,7 |
| DN 150 | 6 Zoll | 168,3 |
| DN 200 | 8 Zoll | 219,1 |
| DN 250 | 10 Zoll | 273,0 |
| DN 300 | 12 Zoll | 323,9 |
| DN 350 | 14 Zoll | 355,6 |
| DN 400 | 16 Zoll | 406,4 |
| DN 450 | 18 Zoll | 457,0 |
| DN 500 | 20 Zoll | 508,0 |
| DN 600 | 24 Zoll | 610,0 |
| DN 700 | 28 Zoll | 711,0 |
| DN 800 | 32 Zoll | 813,0 |
| DN 900 | 36 Zoll | 914,0 |
| DN 1000 | 40 Zoll | 1016,0 |
Diese Tabelle der Außendurchmesser dient als Ausgangspunkt, ersetzt jedoch nicht das Datenblatt des jeweiligen Materials. Bei PE-, PVC- und Kupferrohren sowie bei Stahlrohren verschiedener Druckklassen können die tatsächlichen Rohrabmessungen davon abweichen. Daher empfehlen wir, zusätzlich die vom Materialhersteller bereitgestellte Rohrmaßtafel zu verwenden.
DN 15, DN 20 und DN 25 – Hauswasserinstallationen und Anschlüsse an Armaturen
In typischen Sanitär- und Abwasserinstallationen im Einfamilienhaus- und Wohnungsbau dominieren drei Größen: DN 15, DN 20 und DN 25. Sie versorgen Anschlüsse an Waschtischarmaturen, Küchenarmaturen, Waschmaschinen, Geschirrspülern sowie Steigleitungen zur Verteilung von Trinkwasser.
DN 15 ist der klassische „Halbzollanschluss“ (1/2 Zoll), der für einzelne Wasserentnahmestellen verwendet wird. DN 20 entspricht einem 3/4-Zoll-Gewinde – dies ist der am häufigsten anzutreffende Durchmesser in Wohnungssteigleitungen und individuellen Anschlüssen. DN 25 entspricht 1 Zoll und ist bei Anschlüssen an Einfamilienhäuser sowie in den Hauptabzweigungen der Verteilungsinstallation weit verbreitet.
In der Praxis unseres Unternehmens Dambat sind Anschlüsse DN 20 und DN 25 die am häufigsten anzutreffenden Anschlüsse bei Umwälzpumpen, Hauswasserwerken und kleineren Oberflächenpumpen der Marke IBO. Eine Umwälzpumpe für warmes Trinkwasser verfügt standardmäßig über Anschlüsse mit 1 Zoll oder 1 1/2 Zoll, was jeweils DN 25 und DN 40 entspricht. Viele Heizungsumwälzpumpen haben dagegen Anschlüsse mit 1 1/2 Zoll (DN 40), bei größeren Ausführungen sogar DN 50.
Es sollte beachtet werden, dass die Auswahl des Rohrs für eine Hausinstallation nicht ausschließlich eine Frage der Anpassung an den Pumpenanschluss ist. Auch der geplante Wasserdurchfluss und die Druckverluste über die Länge sind entscheidend – daher wird DN 20 für Anschlussleitungen verwendet, während die Hauptverteilung zunehmend in DN 25 ausgeführt wird, um bei gleichzeitiger Entnahme an mehreren Stellen einen ausreichenden Druck sicherzustellen.
DN 32, DN 40 und DN 50 – mittlere Installationen, Hauswasserwerke und Pumpwerke
Im Bereich der mittleren Durchmesser sind DN 32, DN 40 und DN 50 führend. DN 32 (1 1/4 Zoll) ist eine häufige Größe für Hauswasserwerke, kurze Druckleitungsabschnitte und Anschlüsse an kleinere Tiefbrunnen. DN 40 (1 1/2 Zoll) findet sich in Heizungsanlagen größerer Häuser, in Umwälzpumpen höherer Leistung und als Anschlussdurchmesser von Tauchpumpen.
DN 50 spielt eine besondere Rolle – dieser Durchmesser kommt bei leistungsstärkeren Tiefbrunnenpumpen, in Abwasserpumpwerken für häusliches und gewerbliches Abwasser, in Druckleitungen von Tauchpumpen sowie in vielen gruppierten Hauswasserwerken zum Einsatz. Bei einem Stahlrohr DN 50 entspricht der Nenndurchmesser nicht dem Außendurchmesser – dieser beträgt 60,3 mm, was bei der Auswahl von Rohrschellen und Flanschen DN 50 wichtig ist. Ein PE-63-Rohr wird dagegen häufig als „Entsprechung“ zu DN 50 verwendet, obwohl seine tatsächlichen Abmessungen abweichen.
Bei PVC-Druckrohren bezeichnet DN 50 meist ein Rohr mit einem Außendurchmesser von 63 mm (auch hier ist die Verwendung des Außendurchmessers als Grundlage der Bezeichnung Standard). PVC-Rohre entsprechend DN 50 haben je nach Druckklasse in der Regel eine Wandstärke von 2,4 mm bis 4,7 mm. Dies sollte bei der Planung einer Installation aus unterschiedlichen Materialien – Stahl und Kunststoff – berücksichtigt werden.
In mittelgroßen Pumpwerken und kleineren Wasserversorgungsanlagen findet man DN 50 auch in Druckleitungen von Tauchpumpen mit Schneidwerk, in zusätzlichen Brandschutzanlagen sowie an den Anschlüssen von Filtersystemen. Deshalb verwenden unsere Berater bei der Pumpenauswahl in nahezu jedem Gespräch die Bezeichnung DN 50 als natürlichen Bezugspunkt.
DN 65, DN 80, DN 100 und größer – Industrie- und Wasserversorgungsarmaturen
Oberhalb von DN 50 betreten wir die Welt der Industrie-, Flansch- und Wasserversorgungsarmaturen. DN 65 (2 1/2 Zoll) ist ein klassischer Durchmesser für Rückschlag- und Absperrventile in kleineren Wasser- und Abwasserpumpwerken. DN 80 verwenden wir bei mittelgroßen Tiefbrunnenpumpen und kleineren kommunalen Abwasserpumpwerken. DN 100 (4 Zoll) ist wiederum der Standarddurchmesser für Druckleitungen in mittelgroßen Wasserversorgungsanlagen.
DN 125, DN 150 und DN 200 kommen bei größeren Tiefbrunnenpumpen sowie leistungsstarken Tauchpumpen zum Einsatz – in diesem Maßstab arbeiten wir bereits mit Flanschverbindungen gemäß PN-EN 1092. Bei Durchmessern von DN 250 bis DN 1000 beginnen wir mit der Planung spezieller Pumpwerke und Wasserhauptleitungen; hier finden sich Abmessungen wie DN 300, DN 350, DN 400, DN 450, DN 500, DN 600, DN 700, DN 800, DN 900 und DN 1000. Letztere sind vor allem in überregionalen Wasserversorgungssystemen und industriellen Kühlanlagen anzutreffen.
Der Vollständigkeit halber: DN 700 entspricht umgerechnet 28 Zoll, DN 800 32 Zoll, DN 900 36 Zoll und DN 1000 40 Zoll. Für Planer von Heizungsnetzen sind in der Regel DN 200 (8 Zoll), DN 250 (10 Zoll) und DN 300 (12 Zoll) nützlich; sie bilden das grundlegende Raster der Verteilungsleitungen. In der Planungsdokumentation großer Anlagen finden sich außerdem die seltener verwendeten DN 350, DN 450 und DN 700 als an die Besonderheiten der jeweiligen Installation angepasste Durchmesser.
Stahlrohre und verzinkte Rohre – Abmessungen in Zoll und OD
Stahlrohre sind der „Klassiker“ für Wasser-, Gas-, Druckluft- und Industrieinstallationen. Die Abmessungen von Stahlrohren werden üblicherweise in Zoll angegeben – gleichzeitig enthält die Tabelle der Stahlrohrdurchmesser die DN sowie den tatsächlichen Außendurchmesser in Millimetern. Diese Unterscheidung ist von grundlegender Bedeutung: Zoll (imperiale Einheiten) beziehen sich historisch auf den Nenndurchmesser und nicht auf den exakten Rohrdurchmesser.
Das bekannteste Beispiel ist ein 1/2-Zoll-Rohr – DN 15 –, dessen tatsächlicher Außendurchmesser 21,3 mm und nicht 12,7 mm beträgt (also 1/2 Zoll = 12,7 mm in der Umrechnung in Millimeter). Ebenso hat ein 3/4-Zoll-Rohr (DN 20) einen OD von 26,9 mm, während 1 Zoll (DN 25) einem OD von 33,7 mm entspricht. Diese tatsächlichen Rohrabmessungen sind in den Normen (EN 10255, EN 10220) festgelegt und haben sich seit Jahrzehnten nicht verändert.
Verzinkte Stahlrohre sind ein beliebtes Material in Trinkwasser- und Industrieanlagen. Bei verzinkten Rohren ist die Wandstärke nicht nur für die Festigkeit von Bedeutung – sie bestimmt auch die Lebensdauer der Zinkschicht. Die standardmäßigen Wandstärken verzinkter Stahlrohre reichen von etwa 2,3 mm bei kleineren Nennweiten (DN 15) bis zu 4,5 mm und mehr bei DN 50 und größeren Nennweiten. Dies muss bei der Berechnung des tatsächlichen lichten Rohrdurchmessers berücksichtigt werden, da dickere Wände verzinkter Stahlrohre bei gleichem Nenndurchmesser einen kleineren Innendurchmesser (ID) ergeben.
Den Durchmesser eines Stahlrohrs vor Ort sollte man mit einer Schieblehre mit einer Genauigkeit von 0,1 mm messen. Die Messung an der Außenseite ermöglicht den Vergleich des tatsächlichen Werts mit dem tabellarischen Außendurchmesser (OD); zieht man die doppelte Wandstärke des Rohrs ab, erhält man den lichten Innendurchmesser. Dies ist eine einfache Kontrollmethode, wenn in der Dokumentation technische Angaben fehlen und anhand einer bestehenden Anlage Verbindungselemente, Flansche oder Reduzierungen ausgewählt werden müssen.
PVC-, PP-, PE- und Kupferrohre – Abmessungen nach Außendurchmesser angegeben
Im Gegensatz zu Stahlrohren werden Kunststoff- und Kupferrohre mit ihrem tatsächlichen Außendurchmesser gekennzeichnet. Das ist ein entscheidender methodischer Unterschied – die Angabe „PE 32“ bezeichnet hier einfach ein Rohr mit einem Außendurchmesser von 32 mm und nicht DN 32. PVC-Rohre sind in den Größen 16, 20, 25, 32, 40, 50, 63, 75, 90, 110, 125, 160, 200 mm und größer erhältlich.
PP-Rohre (Polypropylenrohre) werden hauptsächlich in Anlagen für Kalt- und Warmwasser sowie in Zentralheizungen eingesetzt. Auch hier entspricht die Typenreihe dem Außendurchmesser: 16, 20, 25, 32, 40, 50, 63, 75 mm. Kupferrohre sind üblicherweise mit Durchmessern von 12, 15, 18, 22, 28, 35, 42 und 54 mm erhältlich – das bedeutet, dass das klassische „dünne Kupferrohr 15“ DN 12 und nicht DN 15 entspricht. Dies ist ein häufiger Fehler bei Personen, die ihre Tätigkeit in der Branche aufnehmen.
Bei Oberflächenpumpen, die mit PE-Rohren betrieben werden, sollte man folgende Zuordnung beachten: PE 25 passt gut zu einem 1-Zoll-Anschluss (DN 25), PE 32 zu einem 1-1/4-Zoll-Gewinde (DN 32), PE 40 zu einem 1-1/2-Zoll-Gewinde (DN 40) und PE 50 oder PE 63 zu einem 2-Zoll-Anschluss (DN 50). Aufgrund der Unterschiede beim Innendurchmesser sollte jedoch stets der tatsächliche Außendurchmesser überprüft und eine Klemm- oder Elektroschweißmuffe ausgewählt werden, die für die tatsächlichen Abmessungen geeignet ist. Die Verwendung des Außendurchmessers als Grundlage für die Auswahl von Verbindungselementen ist in der Kunststoffbranche Standard.
Zollgewinde in IBO- und IPRO-Pumpen – was Sie wissen sollten
Rohrgewinde sind eine eigene, faszinierende Geschichte. In unseren Pumpen der Marken IBO und IPRO dominieren Zollgewinde gemäß ISO 228 (zylindrische Rohrgewinde, gekennzeichnet mit „G“) sowie ISO 7-1 (konische Rohrgewinde, gekennzeichnet mit „R“ für Außengewinde und „Rp“ für Innengewinde). BSP-Gewinde – British Standard Pipe – bilden die Familie, zu der beide Systeme gehören; ihre Größen werden in Zoll angegeben. Wichtig: Zollgewinde entsprechen hinsichtlich ihrer Abmessungen nicht der Bezeichnung – ein G 1/2-Gewinde hat einen Außendurchmesser von 20,955 mm und nicht von 12,7 mm.
Warum ist das so? Zollgewinde entstanden in einer Zeit, in der sich die Bezeichnung aus dem ungefähren Innendurchmesser eines Eisenrohrs ergab. Im Laufe der Zeit wurden die Rohrwandungen dünner und der ID größer, die historische Bezeichnung blieb jedoch bestehen. Daher hat das G 3/4-Gewinde (DN 20) einen AD von 26,441 mm, während das G 1-Gewinde (DN 25) einen AD von 33,249 mm aufweist. Bei unseren Pumpen findet man am häufigsten die Gewinde G 1 (DN 25), G 1 1/4 (DN 32), G 1 1/2 (DN 40) und G 2 (DN 50).
Praktischer Hinweis: Zylindrische Gewinde (G) erfordern eine flache (Dichtung) oder mechanische Abdichtung (Dichtring), da sie von selbst keine Dichtheit gewährleisten. Konische Gewinde (R, NPT) dichten durch das Anziehen mit Teflonband oder Hanf ab. Die Vermischung dieser Systeme ist eine häufige Ursache für Undichtigkeiten – ein konisches Außengewinde dichtet in einem zylindrischen Innengewinde ohne zusätzliche Maßnahmen nicht ab.
In unserem Angebot finden Sie Pumpen mit Zollgewinden, aber auch Modelle mit Flanschanschlüssen – große Tiefbrunnenpumpen, industrielle Tauchpumpen und Inline-Umwälzpumpen mit großen Anschlüssen verfügen häufig bereits über Flanschverbindungen DN 65, DN 80 oder DN 100. Gewinde finden sich auch in der zugehörigen Armatur – etwa bei Manometern (typischerweise mit G 1/4- oder G 1/2-Gewinde), Kugelhähnen, Rückschlagventilen und Siebfiltern sowie an den Anschlussstutzen von Frequenzumrichtern mit Flüssigkeitskühlung. Gewinde verbinden außerdem Reduzierstücke, Muffen und Nippel, die bei der Pumpenmontage verwendet werden. Deshalb werden in Armaturenkatalogen stets sowohl DN als auch das entsprechende Gewinde in Zoll angegeben.
Zu beachten ist, dass Gewindebezeichnungen mit dem Zusatz „A“ oder „B“ vorkommen – sie geben die Toleranzklasse der Gewindeausführung an. Für Verbindungen von Druckpumpen empfehlen wir Gewinde der Klasse A. Die für IBO- und IPRO-Pumpen gekauften Fittings, Reduzierungen und Nippel haben den Gewindetyp im Katalogblatt angegeben, wodurch das Verwechslungsrisiko entfällt. G 1 1/4- und G 1 1/2-Gewinde sind im Segment der Haushaltspumpen die absoluten Verkaufsführer – sie entsprechen den Anschlüssen typischer Hauswasserwerke.
Anschlussdurchmesser bei Dambat-Pumpen – von der Zirkulationspumpe bis zur Tiefbrunnenpumpe
In unserem Angebot finden Sie Pumpen mit einer großen Auswahl an Anschlussdurchmessern. Kleinere Umwälz- und Zirkulationspumpen der Marke IBO verfügen standardmäßig über Anschlüsse mit 1- oder 1 1/2-Zoll-Außengewinde (DN 25 bzw. DN 40), sodass sie sich problemlos in typische Heizungs- und Trinkwarmwasseranlagen integrieren lassen. Inline-Umwälzpumpen mit höherer Leistung sind mit Anschlüssen DN 25, DN 32, DN 40 und DN 50 erhältlich – in Gewinde- oder Flanschausführung.
Tauchpumpen (für sauberes und verschmutztes Wasser sowie Abwasser) haben je nach Förderleistung meist einen Druckstutzen im Bereich von DN 25 bis DN 80. Modelle mit Schneidwerk verfügen in der Regel über einen DN-32- oder DN-40-Stutzen, während große Pumpen für kommunale Pumpwerke mit DN 65, DN 80 und DN 100 arbeiten. Tiefbrunnenpumpen (4-, 6- und 8-Zoll) haben am Kopf üblicherweise ein 1 1/4-, 1 1/2- oder 2-Zoll-Außengewinde – dies entspricht DN 32, DN 40 bzw. DN 50.
Bei Oberflächenpumpen (selbstansaugenden, einstufigen Kreisel- und mehrstufigen Pumpen) sind Anschlussdurchmesser von 1 Zoll, 1 1/4 Zoll und 1 1/2 Zoll üblich. Größere Oberflächenpumpen, beispielsweise Inline-Pumpen in Gruppen-Hauswasserwerken, arbeiten mit DN-50-, DN-65- oder DN-80-Flanschanschlüssen. All dies beeinflusst die Auswahl geeigneter Rohre und Armaturen – daher prüfen wir vor dem Kauf einer Pumpe immer gemeinsam mit dem Kunden, welchen Durchmesser der Anschluss der Installation hat.
Ebenso wichtig sind die zugehörigen Komponenten. In Hauswasserwerken finden Sie Manometer mit G 1/4- oder G 1/2-Gewinde, Rückschlag- und Kugelventile mit Durchmessern von DN 25 bis DN 50, Sieb- und Magnetfilter passend zum Rohrleitungsdurchmesser, Frequenzumrichter zur Steuerung des Pumpenbetriebs mit verschiedenen Anschlusskonfigurationen sowie Druck- und Durchflussregler. Alle diese Komponenten müssen maßlich mit dem übrigen System übereinstimmen.
Dambat-Rohrdurchmesser-Umrechner – alle Standards in einem Tool
Um unseren Kunden – Installateuren, Planern und Servicetechnikern – das Leben zu erleichtern, haben wir auf der Unternehmenswebsite einen speziellen Rohrdurchmesser-Umrechner bereitgestellt. Dieses Tool unterstützt alle wichtigen Systeme: DN, DIN, ISO, das metrische System (METR), ZOLL und ASTM. Dadurch können Sie in einer Tabelle Rohrdurchmesser aus verschiedenen Normen vergleichen und typische Fehler bei der Arbeit mit gemischten Dokumentationen vermeiden.
Der Umrechner auf der Dambat-Website funktioniert intuitiv – Sie geben einen bekannten Wert ein (z. B. Zoll oder DN), und das System zeigt die entsprechenden Werte in den übrigen Standards an. Das ist sowohl bei der Angebotserstellung als auch bei der Planung praktisch, wenn in einer Dokumentation parallel Bauteile nach DIN und ASTM bezeichnet werden. Wir empfehlen ihn besonders Mitarbeitenden von Unternehmen, die mit ausländischen Partnern zusammenarbeiten – Dambat exportiert Pumpen in viele Länder, und Kunden außerhalb Europas arbeiten häufig ausschließlich mit ASTM oder imperialen Einheiten.
Für einen umfassenderen Einblick in das Thema Maßauswahl empfehlen wir auch unseren Ratgeber im Unternehmensblog: So wählen Sie den richtigen Rohrdurchmesser – ein praktischer Ratgeber zu DN, d und Zoll. Dort finden Sie zusätzliche Hinweise zur Auswahl von Durchmessern abhängig von Durchfluss, Druck und Verwendungszweck der Installation.
Die häufigsten Fehler bei der Auswahl des Rohrdurchmessers
Die Erfahrung unserer Berater zeigt, dass sich typische Fehler bei der Auswahl von Rohrdurchmessern unabhängig vom Umfang des Projekts wiederholen:
- DN mit OD verwechseln – insbesondere bei gemischten Stahl-Kunststoff-Installationen. PE 50 und DN 50 sind völlig unterschiedliche Maße. Daher sollte der Durchmesser des vorhandenen Rohrs vor der Bestellung von Bauteilen immer genau gemessen werden.
- Die Wandstärke des Rohrs außer Acht lassen – bei der Durchflussberechnung zählt der ID, nicht der OD. Zwei DN-50-Rohre mit unterschiedlichen Wandstärken haben unterschiedliche Querschnittsflächen.
- Nicht passende Gewinde – die Verbindung von zylindrischen mit konischen Gewinden oder von BSP- mit NPT-Gewinden führt zu Undichtigkeiten. Das Außengewinde muss zum Innengewinde mit denselben Eigenschaften passen.
- Der Durchmesser der Druckleitung ist zu klein – je kleiner der Durchmesser, desto größer die hydraulischen Verluste und desto höher die Belastung der Pumpe. Dies sehen wir am häufigsten bei Tiefbrunnenpumpen, die an zu dünne PE-32-Rohre statt an PE 40 oder PE 50 angeschlossen werden.
- Die tatsächlichen Rohrabmessungen werden bei alten Installationen nicht überprüft – nach jahrelangem Betrieb kann die Korrosionsschicht in Stahlrohren den Innendurchmesser drastisch verringern. Daher sollte die Pumpe mit einer Druckreserve ausgewählt werden.
- Flansche und ihre Druckstufen werden übergangen – Flansche DN 50 PN10 und DN 50 PN16 haben unterschiedliche Schraubenabmessungen und Dicken, obwohl sie denselben Nenndurchmesser bedienen.
Um diese Fehler zu vermeiden, empfehlen wir stets: eine genaue Messung der vorhandenen Rohre, die Überprüfung der Planungsunterlagen, die Nutzung unseres Umrechners und – bei Zweifeln – die Kontaktaufnahme mit unserer technischen Beratung. Als Pumpenhersteller kennen wir die Besonderheiten des Marktes und helfen Ihnen, den passenden Rohrdurchmesser, das Gewinde, den Frequenzumrichter, das Manometer und die übrigen Komponenten für das gesamte System auszuwählen.
Kurze Zusammenfassung – DN, Zoll und Millimeter in einem Gedanken
Die gängigsten Rohrdurchmesser in Haus- und Industrieinstallationen haben eindeutige Entsprechungen im Zoll- und metrischen System. DN 15 entspricht 1/2 Zoll, DN 20 entspricht 3/4 Zoll, DN 25 entspricht 1 Zoll, DN 32 entspricht 1 1/4 Zoll, DN 40 entspricht 1 1/2 Zoll und DN 50 entspricht 2 Zoll. Größere Rohrdurchmesser sind Standardgrößen, die in der Wasserversorgung, Fernwärmeversorgung und Industrie verwendet werden – DN 80 (3 Zoll), DN 100 (4 Zoll), DN 150 (6 Zoll), DN 200 (8 Zoll). In Europa gilt das metrische System, in der internationalen Industrie sind jedoch nach wie vor imperiale Einheiten und ASTM-Normen weit verbreitet.
Denken Sie daran, dass die Auswahl des Rohrs und seines Durchmessers nicht alles ist – bei Pumpenanlagen zählen auch Material, Druckstufe, Gewinde, Flansche, Fittings, Steuerungen, Ventile, Filter, Manometer und Frequenzumrichter. Wir empfehlen, unsere Online-Tools und die Unterstützung unserer technischen Abteilung zu nutzen – wir helfen Ihnen gerne weiter.
FAQ – häufig gestellte Fragen zur Umrechnung von DN, Zoll und Millimetern
Wie vielen Zoll entspricht DN 50?
DN 50 entspricht 2 Zoll. Der tatsächliche Außendurchmesser eines Stahlrohrs für DN 50 beträgt 60,3 mm; bei PE-Rohren entspricht dies meist PE 63. Dies ist eine der gängigsten Größen in Sanitärinstallationen und mittelgroßen Pumpstationen.
Wie vielen Zoll entspricht DN 20?
DN 20 entspricht 3/4 Zoll. Der tatsächliche Außendurchmesser eines Stahlrohrs für DN 20 beträgt 26,9 mm. Dies ist der am häufigsten anzutreffende Durchmesser in Wohnungssteigleitungen und individuellen Gebäudeanschlüssen.
Wie vielen Zoll entspricht DN 25?
DN 25 entspricht 1 Zoll. Der Außendurchmesser eines Stahlrohrs für DN 25 beträgt 33,7 mm. Es wird bei Hausanschlüssen, als Anschlussdurchmesser von Umwälz- und Oberflächenpumpen sowie in den Hauptabzweigungen der Verteilerinstallation verwendet.
Wie viel Zoll sind DN 40?
DN 40 entspricht einem Gewinde von 1 1/2 Zoll. Der Außendurchmesser eines Stahlrohrs für DN 40 beträgt 48,3 mm. Dies ist eine häufige Größe für Umwälzpumpen von Zentralheizungen in größeren Häusern sowie für mittelgroße Hauswasserwerke.
Wie viel Zoll sind DN 80?
DN 80 entspricht 3 Zoll. Der Außendurchmesser eines Stahlrohrs für DN 80 beträgt 88,9 mm. Diese Nennweite wird bei mittleren Tiefbrunnenpumpen, kleineren kommunalen Abwasserpumpwerken und lokalen Wasserversorgungsnetzen verwendet.
Ist DN der Innen- oder Außendurchmesser?
DN (Diameter Nominal) ist weder der Innen- noch der Außendurchmesser. Es handelt sich um einen vereinbarten Referenzwert zur Klassifizierung von Rohren, Formstücken und Armaturen. Die tatsächlichen Rohrabmessungen (OD und ID) hängen vom Material, der Norm und der Wandstärke ab.
Wie rechnet man Zoll in Millimeter um?
1 Zoll entspricht genau 25,4 mm. Um Zoll in Millimeter umzurechnen, multipliziert man den Wert in Zoll mit 25,4. Beachten Sie jedoch, dass Rohrangaben in Zoll (z. B. 1/2", 3/4") nicht ihrem tatsächlichen Durchmesser in Millimetern entsprechen – es handelt sich um Nennmaße, die aus historischen Normen hervorgegangen sind.
Wo finde ich den Rohrdurchmesser-Umrechner von Dambat?
Unser Rohrdurchmesser-Umrechner ist kostenlos auf der Website Dambat.pl verfügbar. Er unterstützt die Standards DN, DIN, ISO, METR, ZOLL und ASTM und ermöglicht einen schnellen Vergleich von Durchmessern in verschiedenen Systemen.
Welche Gewinde haben IBO- und IPRO-Pumpen?
Pumpen der Marken IBO und IPRO sind standardmäßig mit Zollgewinden gemäß ISO 228 (zylindrische „G“-Gewinde) oder ISO 7-1 (konische „R“-/„Rp“-Gewinde) ausgestattet. Am häufigsten findet man die Gewinde G 1, G 1 1/4, G 1 1/2 und G 2, entsprechend DN 25, DN 32, DN 40 und DN 50. Größere Modelle sind mit Flanschverbindungen der Nennweiten DN 65, DN 80 und höher erhältlich.
Ist DN 32 dasselbe wie PE 32?
Nein. DN 32 ist ein Nennmaß im europäischen System, dessen Entsprechung bei Stahlrohren OD 42,4 mm ist. PE 32 ist ein Polyethylenrohr mit einem Außendurchmesser von 32 mm. Es handelt sich um völlig unterschiedliche Maße – eine Verwechslung führt zu Problemen bei der Anpassung von Verbindungsstücken und Armaturen.
Wie wählt man den Rohrdurchmesser für eine Tiefbrunnenpumpe?
Der Durchmesser der Druckleitung wird anhand der Förderleistung der Pumpe und der Rohrleitungslänge ausgewählt. Bei Tiefbrunnenpumpen bis 3 m³/h reicht in der Regel PE 32 (DN 25) aus, bei einer Förderleistung von 3–6 m³/h empfehlen wir PE 40 (DN 32) und bei mehr als 6 m³/h PE 50 oder PE 63 (DN 40 bzw. DN 50). Ein zu kleiner Durchmesser verursacht hohe Druckverluste und kann zu einer Überlastung der Pumpe führen.
Worin unterscheiden sich BSP- und NPT-Gewinde?
BSP (British Standard Pipe) ist ein europäischer Standard für Rohrgewinde mit einem Flankenwinkel von 55°, der in Polen, Deutschland und den meisten europäischen Ländern vorherrscht. NPT (National Pipe Thread) ist ein amerikanischer Standard mit einem Winkel von 60°. BSP- und NPT-Gewinde sind nicht kompatibel – ihre Verbindung führt zu Undichtigkeiten und Beschädigungen. Bei IBO- und IPRO-Pumpen verwenden wir ausschließlich BSP-Gewinde.

